
Fritz-Leon Haake ist an 20 Prozent der DRHV-Treffer in dieser Saison beteiligt – und das, obwohl er zum Saisonstart vier Spiele verpasste. | Foto: Max Krause
Das Jahr 2025 biegt langsam, aber sicher auf die Zielgerade ein. Ein letztes Mal heißt es am Wochenende für die Spieler des Dessau-Roßlauer HV, die Koffer zu packen und die Reise zum letzten Auswärtsspiel des Jahres anzutreten. Am vierten Advent sind die Biber beim Tabellenzweiten HBW Balingen-Weilstetten gefordert – und werden dort alles daransetzen, dem Favoriten Punkte abzuluchsen. Geleitet wird die Begegnung des 15. Spieltags vom Schiedsrichtergespann Julian Fedtke und Niels Wienrich.
Der HBW Balingen-Weilstetten ist – ebenso wie zuletzt die SG BBM Bietigheim – in dieser Saison vor heimischem Publikum noch ungeschlagen. Das macht die Aufgabe für das Team um DRHV-Kapitän Luka Baumgart nicht gerade einfacher. Chancenlos reist man in die Mey Generalbau Arena allerdings keineswegs. In den vergangenen Jahren zeigte der DRHV gerade gegen Spitzenteams immer wieder starke Auftritte und konnte dabei auch überraschend punkten. So gewann man in der Saison 2022/23 in Balingen mit 32:31 oder feierte in der vergangenen Spielzeit – vor fast genau einem Jahr – einen Auswärtssieg beim Bergischen HC. Es war damals die einzige Heimniederlage des späteren Bundesliga-Aufsteigers.
Auch wenn der HBW aktuell einen der beiden Aufstiegsplätze belegt, ist das Team keineswegs unverwundbar. Das zeigten insbesondere die jüngsten Auswärtsauftritte: nach einer Niederlage beim TSV Bayer Dormagen folgte ein knapper Sieg beim VfL Eintracht Hagen. Gleichzeitig kann Balingen aber auch eindrucksvoll dominieren – so beim 17-Tore-Erfolg gegen TuSEM Essen oder beim souveränen Heimsieg über den TuS N-Lübbecke, bei dem man lediglich 18 Gegentreffer zuließ.
Spricht man über den HBW Balingen-Weilstetten, kommt man an einem Namen nicht vorbei: Sascha Pfattheicher. Der 28-Jährige führt aktuell die Torschützenliste der 2. Handball-Bundesliga mit 123 Treffern an. 68 davon erzielte er per Siebenmeter – auch in dieser Kategorie ist er ligaweit die Nummer eins. Im Schnitt bedeutet das 4,5 Treffer pro Spiel vom Strich bei einer starken Quote von rund 80 Prozent. Entsprechend wichtig wird es für den DRHV sein, Pfattheicher möglichst selten den Weg an die Siebenmeterlinie finden zu lassen.
„Wir brauchen wieder dieselbe Emotionalität wie im Spiel gegen Hagen, um in Balingen sowie gegen Dresden bestehen zu können“, so die Worte von Fritz-Leon Haake am DYN-Mikrofon nach der Partie in Bietigheim. Genau diese Emotionalität hatte am letzten Spieltag gefehlt, um dem Tabellenführer über 60 Minuten auf Augenhöhe begegnen zu können. Zudem war sichtbar, dass die personellen Ausfälle nicht immer vollständig zu kompensieren sind. Dennoch – und das hat die Mannschaft in dieser Saison bereits mehrfach bewiesen – ist sie durchaus in der Lage, solche Rückschläge aufzufangen.
Auch DRHV-Cheftrainer Vanja Radić nahm aus dem Spiel in Bietigheim positive Aspekte mit und blickt positiv nach vorn: „Wir brauchen in der Abwehr wieder mehr Leidenschaft und im Angriff deutlich mehr Zug zum Tor. Entscheidend sind Entschlossenheit in den Aktionen sowie ein mutiges Auftreten. Dann haben wir auch die Chance, Punkte zu holen. Balingen spielt bislang eine sehr ordentliche Saison und ist – wie zuletzt Bietigheim – extrem heimstark. Wir müssen schauen, dass wir das Beste aus dem uns zur Verfügung stehenden Kader herausholen.“
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DIE LETZTEN DUELLE
Dessau-Roßlauer HV – HBW Balingen-Weilstetten 30:28 (09.03.2025)
HBW Balingen-Weilstetten – Dessau-Roßlauer HV 33:29 (07.10.2024)
ÜBERTRAGUNG
Live-Stream: Das Spiel wird ab 17:00 Uhr auf DYN übertragen
Live-Ticker: Live-Ticker 2. Handball-Bundesliga






