
Erfolgreicher Saisonverlauf: DRHV-Cheftrainer Vanja Radić und sein Team stehen aktuell auf Rang sieben der 2. HBL. | Foto: Björn Reinhardt
Mit einem Sieg und einem Unentschieden ist der Dessau-Roßlauer HV erfolgreich in die Rückrunde gestartet. Nun möchten die Biber am Sonntag auch gegen den HSC 2000 Coburg diesen positiven Trend fortsetzen und die beiden Punkte in der Doppelstadt behalten. Die Coburger mussten zum Rückrundenauftakt zunächst eine Niederlage gegen den VfL Eintracht Hagen hinnehmen. Eine Woche später feierten sie gegen den Aufsteiger HC Oppenweiler/Backnang einen letztlich souveränen 30:22-Heimsieg, nachdem es zur Pause noch 12:12 gestanden hatte. Geleitet wird die Partie des 20. Spieltags von den beiden Unparteiischen Konrad Gimmler und Jannik Rips.
„Man of the Match“ beim Coburger Sieg gegen den HC Oppenweiler/Backnang war Torhüter Petros Boukovinas, der mit insgesamt 17 Paraden und einer herausragenden Fangquote von 47 Prozent überzeugte. Der Grieche zählt seit Jahren zu den besten Schlussmännern der 2. Handball-Bundesliga. In der Saison 2022/23 stellte er mit 376 Paraden den Ligabestwert auf. Auch in der laufenden Spielzeit ist auf Boukovinas Verlass: Mit aktuell 193 Paraden belegt er ligaweit Rang drei. Entsprechend groß ist das Vertrauen von HSC-Trainer Anel Mahmutefendić in seinen Torhüter.
Beim Gastspiel in der Bauhausstadt muss der HSC 2000 Coburg voraussichtlich auf Mikael Helmersson verzichten. Der italienische Nationalspieler zog sich im Auswärtsspiel in Hagen einen Muskelfaserriss in der Bauchmuskulatur zu. Mit 94 Treffern ist Helmersson der erfolgreichste Torschütze der Oberfranken. Personell reagierten die Coburger bereits in der vergangenen Woche und verpflichteten den 19-jährigen Spielmacher Yaacob Belbey, der beim Erfolg gegen den HC Oppenweiler/Backnang bereits erste Einsatzminuten sammelte.
Mit Unterstützung von den Rängen zum nächsten Erfolg?
Rund 150 Anhänger des Dessau-Roßlauer HV begleiteten die Biber zuletzt zum Auswärtsspiel nach Potsdam. Unter ihnen auch die weibliche C/D-Jugend des Vereins, die ihr Team lautstark unterstützte. Die mitgereisten Fans sahen eine spannende und am Ende hochdramatische Partie. Beim Bundesligaabsteiger aus Brandenburg teilte man sich nach 60 intensiven Minuten die Punkte. Auffällig war einmal mehr die Geduld im Spiel des DRHV, der sich seine Chancen konsequent erarbeitete. Sowie eine geschlossene Teamleistung, die sich mittlerweile wie ein roter Faden durch die gesamte Saison zieht.
Diesen positiven Trend wollen die Biber nun auch gegen den HSC 2000 Coburg fortsetzen. Zwar zählen die Oberfranken nicht zu den Lieblingsgegnern des DRHV in eigener Halle – zu oft standen Niederlagen oder Punkteteilungen zu Buche. Doch am Sonntag soll die Statistik keine Rolle spielen. Vielmehr wollen die Dessau-Roßlauer alles daran setzen, die nächsten Pluspunkte in der Anhalt-Arena zu behalten.
Dabei können die Zuschauer in der Anhalt-Arena eine entscheidende Rolle spielen. Beim Rückrundenauftakt gegen den VfL Lübeck-Schwartau waren 1.612 Fans live vor Ort. Ähnliche Zuschauerzahlen wünscht man sich auch für das Spiel am Sonntagnachmittag. Denn je voller die Ränge, desto besser die Stimmung. In der Anhalt-Arena wissen alle Teams: Von der ersten bis zur letzten Minute ist es laut, emotional und phasenweise auch hitzig – ein echter Heimvorteil für die Biber.
Diesen Heimvorteil mit den eigenen Fans im Rücken sieht auch Trainer Vanja Radić, der weiß, wie wichtig die Unterstützung von den Rängen für sein Team ist, um auch mal schwierige Phasen im Spiel zu überstehen. Neben der Unterstützung einer lautstarken Anhalt-Arena wird es am Sonntagnachmittag aber auch auf eine starke Teamleistung ankommen. „Zuerst galt es, sich gut auf den Gegner vorzubereiten. Was in dieser Woche nicht so einfach war, da einige Spieler angeschlagen sind und wir noch nicht genau wissen, wer uns am Sonntag alles zur Verfügung steht. Coburg zu schlagen, wird nicht einfach und wird genauso hart wie beim letzten Heimspiel gegen den VfL Lübeck-Schwartau. Sie sind ein sehr unangenehmer Gegner, der über eine stabile Defensive kommt. Wir müssen auf den Punkt spielen und die taktischen Vorgaben umsetzen“, so Radić.
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DIE LETZTEN DUELLE
HSC 2000 Coburg – Dessau-Roßlauer HV 30:34 (13.09.2025)
Dessau-Roßlauer HV – HSC 2000 Coburg 27:32 (17.04.2025)
ÜBERTRAGUNG
Live-Stream: Das Spiel wird ab 17:00 Uhr auf DYN übertragen
Live-Ticker: Live-Ticker 2. Handball-Bundesliga






