
Valentin Neagu erzielte zuletzt gegen die Eulen Ludwigshafen fünf Treffer aus fünf Wurfversuchen. I Foto: Norman Gunkel
Am Samstagabend trifft der Dessau-Roßlauer HV auf den TuS Ferndorf. Während das Team aus dem Kreuztal aktuell „on fire“ ist und aus den letzten vier Spielen ebenso viele Siege holte, stellt sich die Situation bei den Gästen aus der Bauhausstadt anders dar. Die Biber warten seit drei Spielen auf einen Erfolg und werden im Duell in der Stählerwiese alles geben, um den Trend wieder in eine positive Richtung drehen. Geleitet wird die Partie des 23. Spieltags vom Schiedsrichtergespann Matthias Klinke und Sebastian Klinke.
Der TuS Ferndorf schwimmt aktuell auf einer echten Erfolgswelle und ist im Kalenderjahr 2026 noch ungeschlagen. Vier Siege aus vier Spielen – so lautet die Bilanz. Nicht berücksichtigt ist dabei die Partie beim VfL Eintracht Hagen, die man eigentlich mit 31:32 verloren hätte. Diese Begegnung endete laut Spielprotokoll jedoch 32:32 und wurde nachträglich annulliert.
Hintergrund war ein folgenschwerer Fehler am Kampfrichtertisch: Ferndorfs Rechtsaußen Finn Scharnweber traf in der 42. Minute lediglich den Pfosten, die Schiedsrichter ließen korrekt weiterspielen. Das Kampfgericht wertete den Wurf jedoch irrtümlich als Treffer zum 23:23. Nach Einspruch der Hagener kassierte der DHB-Bundessportgerichtshof daraufhin die Spielwertung. Das Südwestfalenderby wird somit am 21. April noch einmal gespielt.
Beim Dessau-Roßlauer HV stellt sich die Lage etwas anders dar: Aus den ersten fünf Rückrundenspielen holte man drei Punkte, die letzten drei Partien gingen allesamt verloren. Die aktuelle Formkurve spricht somit klar für die Gastgeber. Doch Serien – ob positiv oder negativ – können jederzeit reißen. Die Ferndorfer können gerade was eine Negativserie betrifft ein Lied singen. Das mussten sie schmerzlich in der Hinrunde erfahren, als sie die letzten fünf Spiele in Folge verloren und in der Tabelle um einige Plätze nach hinten rutschten. Inzwischen hat sich der TuS stabilisiert und möchte die Erfolgsserie selbstverständlich weiter ausbauen.
Personell ist Ferndorf – ähnlich wie der DRHV – ausgeglichen besetzt. Mehrere Akteure können Verantwortung übernehmen und Spiele entscheiden. Besonders hervorzuheben sind Daniel Hideg mit 67 Toren und 45 Assists sowie Julius Fanger, der 62 Treffer erzielte und weitere 41 vorbereitete. Frischen Wind hat
Gastspiel in Ferndorf – gelebte Fankultur
Für die Anhänger des Dessau-Roßlauer HV ist die Partie längst mehr als nur ein Auswärtsspiel – sie ist gelebte Fankultur. Seit 2018 verbindet die „Zabporters“ eine Fanfreundschaft mit der „Brigade C“ aus Ferndorf. Entsprechend ist das gesamte Wochenende von gemeinsamen Aktionen geprägt. Rund 25 Biber-Anhänger begleiten ihr Team und verbringen das komplette Wochenende in Kreuztal.
Sportlich geht es für den DRHV am Samstagabend in der Sporthalle Stählerwiese darum, die Negativserie zu durchbrechen und vor allem die herausgespielten Chancen erfolgreich zu verwerten, um wieder für Punkte infrage zu kommen. Unter der Woche bereitete man sich wie gewohnt fokussiert auf die nächste Aufgabe vor.
Personell dürfte sich die Situation allerdings kaum entspannen – voraussichtlich wird man erneut mit einem ähnlichen Kader wie zuletzt antreten müssen. Somit fehlen weiterhin Yannick Danneberg, Niklas Döbbel und Luka Baumgart verletzungsbedingt sowie Tim Hertzfeld, der fast zeitgleich mit Leipzig in Flensburg spielt.
DRHV-Trainer Vanja Radić blickt trotz der personellen Lage zuversichtlich auf die Partie am Samstagabend: „Wir müssen gegen Ferndorf weiterhin unsere Mentalität, Zielstrebigkeit und unser Zusammenspiel beibehalten. Genau das war zuletzt unsere Stärke, weniger die Schwächen. Darauf wollen wir aufbauen, unsere Stärken forcieren und uns am Ende dafür belohnen.“
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DIE LETZTEN DUELLE
Dessau-Roßlauer HV – TuS Ferndorf 27:20 (05.10.2025)
TuS Ferndorf – Dessau-Roßlauer HV 26:26 (11.04.2025)
ÜBERTRAGUNG
Live-Stream: Das Spiel wird ab 18:00 Uhr auf DYN übertragen
Live-Ticker: Live-Ticker 2. Handball-Bundesliga






