
Yannick Danneberg ist nach über drei Monaten wieder dabei und meldete sich gegen Essen direkt mit drei Treffern zurück. | Foto: Norman Gunkel
Nach dem Heimsieg am vergangenen Spieltag gegen TuSEM Essen wollen die Biber am Samstagabend beim HC Oppenweiler/Backnang nachlegen. Die Aufgabe beim Tabellenletzten, der nur noch minimale Chancen auf den Klassenerhalt hat, dürfte dabei keineswegs einfacher werden als gegen jedes andere Team der Liga. Geleitet wird die Partie des 27. Spieltags von den beiden Unparteiischen Thomas Hörath und Timo Hofmann.
In den vergangenen drei Jahren musste mindestens ein Aufsteiger den direkten Gang zurück in die 3. Liga antreten, in der Saison 2023/24 erwischte es sogar beide Neulinge. Auch in dieser Spielzeit deutet vieles darauf hin, dass es mindestens einen Aufsteiger wieder treffen wird. Mit dem HC Oppenweiler/Backnang wartet ausgerechnet das aktuelle Schlusslicht auf die Biber: Gerade einmal zwei Punkte stehen auf der Habenseite, der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt bereits 13 Zähler.
Dass man sich den Schritt in die 2. Handball-Bundesliga in Baden-Württemberg anders vorgestellt hat, liegt auf der Hand. Der Sprung aus der 3. Liga nach oben scheint inzwischen größer denn je – nicht nur strukturell, sondern auch sportlich. Kein Zufall also, dass im März mehrere Vereine trotz möglicher sportlicher Qualifikation auf eine Meldung für die Aufstiegsrunde in die zweite Liga verzichteten.
Doch Vorsicht ist geboten: Die Tabellenlage spiegelt das Leistungsvermögen des kommenden Gegners nur bedingt wider. Immer wieder ließ Oppenweiler/Backnang sein Potenzial aufblitzen, schaffte es jedoch zu selten, dieses über die vollen 60 Minuten auf die Platte zu bringen. Zuletzt geriet das Team allerdings deutlich ins Straucheln, auch bedingt durch verletzungsbedingte Ausfälle wichtiger Leistungsträger. Vor der Länderspielpause verlor man zum Beispiel gegen Dormagen zu Hause mit 31:49 und kassierte bei der 27:42-Niederlage in Hagen erneut über 40 Gegentreffer.
Nach dem spielfreien Wochenende blieb man zwar auch gegen den TV Großwallstadt und HBW Balingen-Weilstetten ohne Punktgewinn, doch die beiden Partien spiegeln den bisherigen Saisonverlauf durchaus wider: Phasenweise hielt das Team stark dagegen und agierte auf Augenhöhe – schaffte es jedoch nicht, dieses Niveau über die komplette Spielzeit zu halten. Am Ende fehlte in beiden Spielen die Konstanz, um Zählbares zu holen.
Biber können Klassenerhalt perfekt machen
Für die Biber hat das Gastspiel in der Murrtal-Arena eine besondere Bedeutung: Mit einem Auswärtssieg könnte der DRHV den Klassenerhalt vorzeitig perfekt machen. Zwar hatten die Dessau-Roßlauer im bisherigen Saisonverlauf nichts mit dem Kampf um den Klassenerhalt zu tun, dennoch wäre es ein wichtiger Meilenstein.
Unterschätzen wird man den kommenden Gegner dennoch keinesfalls. Der HC wird alles daransetzen, in den verbleibenden acht Partien noch einen Sieg einzufahren. Entsprechend sind Konzentration, Demut und volle Einsatzbereitschaft beim DRHV gefragt. Eine Ausgangslage, mit der der DRHV bestens vertraut ist – und die das Team in den vergangenen Jahren sowie in der laufenden Saison immer wieder erfolgreich gemeistert hat.
„Wir spielen gegen eine Mannschaft, die nichts zu verlieren, aber viel zu gewinnen hat. Oppenweiler wird gerade zu Hause alles daran setzen, eines der verbleibenden Heimspiele für sich zu entscheiden. Darauf sollten wir vorbereitet sein. Unabhängig davon, ob wir gegen den Tabellenführer oder den Tabellenletzten spielen, müssen wir fokussiert in die Partie gehen, unsere Stärken auf die Platte bringen und dürfen den Gegner nicht unterschätzen. Ob wir dem gewachsen sind, wird sich am Samstagabend zeigen“, so Cheftrainer Vanja Radić vor der Partie beim HC Oppenweiler/Backnang.
Anzeige
DIE LETZTEN DUELLE
Dessau-Roßlauer HV – HC Oppenweiler/Backnang 34:28 (08.11.2025)
ÜBERTRAGUNG
Live-Stream: Das Spiel wird ab 18:00 Uhr auf DYN übertragen
Live-Ticker: Live-Ticker 2. Handball-Bundesliga






