
Die Biber gaben im letzten Saisonspiel gegen Dresden noch einmal alles. | Foto: Norman Gunkel
Trotz einer starken kämpferischen Leistung bleibt das Erfolgserlebnis im letzten Spiel der Saison 2025/26 aus. Nachdem die Biber in der ersten Halbzeit die richtigen Lösungen gegen die Gastgeber gefunden hatten und sich eine verdiente 20:17-Führung zur Pause erarbeiteten, kippte die Partie im zweiten Durchgang zugunsten der Dresdner. Bis weit in die zweite Halbzeit hinein hielt der DRHV das Spiel offen, ehe sich ab der 50. Minute die Fehler häuften und der Tabellendritte daraus Kapital schlug. So mussten sich die Dessau-Roßlauer im Mitteldeutschen Derby am Ende mit 34:37 geschlagen geben. Erfolgreichster Akteur im Trikot der Biber war Rückraumspieler Marcel Nowak, der zehn Treffer erzielte.
Die 2.704 Zuschauer in der ausverkauften BallsportARENA, darunter rund 100 mitgereiste Anhänger der Biber, sahen einen dynamischen Start in die Partie – und zwar von beiden Teams. Zunächst mit leichten Vorteilen für die Gastgeber. Dresden setzte sich bereits in der achten Minute auf 8:4 ab, auch weil die Dessau-Roßlauer im Abschluss etwas Pech hatten und bis dahin bereits zweimal am Torgehäuse scheiterten.
Davon ließen sich die Biber jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Vor allem nach Ballgewinnen kamen sie immer wieder zu einfachen Toren. Yannick Danneberg verkürzte den Rückstand in der 13. Minute mit seinem Tor zum 10:9 und brachte damit sein Team wieder in Schlagdistanz. In der Folge übernahmen die Dessau-Roßlauer zunehmend die Kontrolle über das Spielgeschehen. Marcel Nowak sorgte in der 18. Minute mit seinem Treffer zur 13:12-Führung.
Diese bauten die Biber anschließend weiter aus. Yannick-Marcos Pust traf zum 17:14, was Dresdens Cheftrainer André Haber dazu veranlasste, bereits seine zweite Auszeit zu nehmen. Die erhoffte Wende blieb jedoch aus. Der DRHV agierte weiterhin konsequent, verteidigte leidenschaftlich und hatte mit Philip Ambrosius einen starken Rückhalt zwischen den Pfosten.
Allerdings verpassten es die Dessau-Roßlauer, ihre Führung bis zur Pause noch weiter auszubauen. Die Möglichkeiten dazu waren durchaus vorhanden. Dennoch ging der DRHV mit einer verdienten Drei-Tore-Führung in die Kabine.
Bis zur 50. Minute das Spiel offen gehalten
Die Drei-Tore-Führung galt es somit in der zweiten Halbzeit zu verteidigen. Das gelang zunächst gut, da die Biber auch weiterhin auf jeden Dresdner Treffer die passende Antwort fanden. Doch die Sachsen stellten ihre Defensive in den folgenden Minuten offensiver ein und fanden damit ein wirksames Mittel, um die Angriffsaktionen der Dessau-Roßlauer entscheidend zu stören.
In der 41. Minute erzielte Sebastian Greß den 25:25-Ausgleich für die Gastgeber. Wenig später ging Dresden beim 27:26 (48. Minute) wieder in Führung. Die Biber ließen sich davon jedoch nicht abschütteln, blieben dran und fanden immer wieder die entscheidende Lücke in der Defensive der Gastgeber.
Erst in den letzten zehn Spielminuten häuften sich die Fehler im Dessauer Spiel. Dresden nutzte diese konsequent aus und setzte sich in der 54. Minute beim Stand von 33:30 wieder auf drei Tore ab. Es sollte die Vorentscheidung in einer Partie sein, in der der DRHV dem Tabellendritten über weite Strecken Paroli bot und rund 50 Minuten lang eine starke Leistung zeigte.
Am Ende mussten sich die Dessau-Roßlauer dennoch mit 34:37 geschlagen geben und die Saison mit einer Niederlage beenden.
„Zunächst einmal ein großes Dankeschön an unsere Fans, die uns nicht nur heute, sondern über die gesamte Saison hinweg hervorragend unterstützt haben. Wir wussten, wie schwer dieses Spiel werden würde – nicht nur, weil es ein Derby war, sondern auch, weil Dresden zu den besten Mannschaften der Liga gehört. Wir haben heute ein sehr gutes Spiel abgeliefert, das uns viel Kraft gekostet hat. Am Ende haben die größere Erfahrung und die zahlreichen Wechselmöglichkeiten, die Dresden von der Bank bringen konnte, den Unterschied ausgemacht. Trotzdem kann ich der Mannschaft für ihren Einsatz und ihre Leistung nur ein großes Kompliment machen.“
Anzeige
SPIELDATEN
HC Elbflorenz Dresden – DRHV 06 37:34 (17:20)
DRHV 06: Philip Ambrosius (7 Paraden), Janik Patzwaldt (1 Parade) – Marcel Nowak (10), Carl-Phillip Haake (7), Yannick Danneberg (6/3), Fritz-Leon Haake (3), Yannick-Marcos Pust (2), Valentin Neagu (2), Jakub Powarzyński (2), Sebastian Bialas (1), Fynn Gonschor (1), Leon Merten, Niklas Döbbel, David Mišových,
Schiedsrichter: Julian Fedtke / Niels Wienrich
Zeitstrafen: 4:6 Minuten (Yannick Danneberg 2, Yannick-Marcos Pust 2, Jakub Powarzyński 2)
Siebenmeter: HC Elbflorenz Dresden: 5/6 – DRHV 06: 3/3
Zuschauer: 2704 (BallsportARENA, Dresden)
Highlight-Clip: YouTube-Kanal DRHV 06






