
Zwei Spiele, zwei Siege – der DRHV holt den Turniersieg in Danzig. I Foto: Mateusz Slodkowski
Eine Trainingseinheit auf der Anreise, eine Trainingseinheit in Danzig sowie zwei Spiele an der polnischen Ostseeküste – so gestaltete sich das Turnierwochenende des DRHV bei der ersten Teilnahme am Leon Wallerand Memorial Tournament. Nachdem sich das Team am Donnerstagmorgen auf den Weg in die sechstgrößte Stadt Polens gemacht hatte, legte man in Frankfurt (Oder) einen Zwischenstopp ein, um im dortigen Olympiastützpunkt zu trainieren. Nach dem Mittagessen ging es dann weiter nach Danzig.
Bevor die Biber am frühen Freitagabend auf den Gastgeber PGE Wybrzeże Gdańsk trafen, stand vor Ort noch eine Krafteinheit im Fitnessstudio auf dem Programm. Die Partie gegen den Ex-Klub von Jakub Powarzyński entwickelte sich zu einem echten Krimi – mit dem besseren Ende für den DRHV, der sich knapp mit 37:36 (18:18) durchsetzen konnte. Anschließend wurde es sogar noch spannender, denn der zweite Finalist wurde erst im Siebenmeterwerfen ermittelt. Nach 60 Minuten hatten sich SKKP Handball Brno und Nærbø IL unentschieden getrennt, ehe sich die Tschechen im Siebenmeterwerfen mit 6:5 gegen die Norweger durchsetzten.
Im Endspiel gegen das Team aus Brno erwischten die Biber zunächst keinen guten Start und mussten beim 4:8 (15. Minute) einem frühen Vier-Tore-Rückstand hinterherlaufen. Doch der DRHV kämpfte sich eindrucksvoll zurück und ging mit einer knappen 14:13-Führung in die Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel lief es dann von Beginn an deutlich besser: Die Dessau-Roßlauer setzten sich Tor um Tor ab und ließen keinen Zweifel mehr am Ausgang der Partie. Am Ende stand ein verdienter 35:28-Erfolg, mit dem sich die Biber bei ihrer ersten Teilnahme direkt den Turniersieg bei der 13. Auflage des Leon Wallerand Memorial Tournaments sicherten. Bester Torschütze im Finale war David Mišových, der sich mit elf Treffern eindrucksvoll aus seiner Verletzungspause zurückmeldete.

Youngster Constantin Flach durfte den Siegerpokal entgegennehmen, während Fritz-Leon Haake und Philip Ambrosius mit individuellen Auszeichnungen geehrt wurden. | Foto: Mateusz Słodkowski
Bei der anschließenden Siegerehrung nahm der DRHV nicht nur den Turnierpokal entgegen, sondern durfte sich auch über zwei individuelle Auszeichnungen freuen. Philip Ambrosius wurde als bester Torhüter des Turniers geehrt, Fritz-Leon Haake erhielt die Auszeichnung als wertvollster Spieler (MVP) des Turniers.
DRHV-Cheftrainer Vanja Radić fasst die letzten Tage wie folgt zusammen: „Wir wollten das Turnier nutzen, um uns weiter einzuspielen und gleichzeitig als Teambuildingmaßnahme. Ziel war es, dass jeder Spieler ausreichend Spielzeit bekommt – das haben wir in beiden Partien erreicht, was uns sehr wichtig war. Beide Spiele waren eng und das Team musste mit Drucksituationen umgehen. Gegen Danzig konnten wir uns nicht absetzen, da sie immer wieder herankamen, und auch gegen Brno lagen wir in der ersten Halbzeit zunächst zurück. Am Ende haben wir jedoch beide Spiele gewonnen. Die Jungs sind dabei ruhig geblieben und haben sich auch unter Druck nicht aus der Ruhe bringen lassen.“
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