
Jakub Powarzyński führt aktuell mit 97 Treffern das interne Torranking beim DRHV an. | Foto: Norman Gunkel
Vor dem Osterfest empfängt der Dessau-Roßlauer HV am Gründonnerstag den TuSEM Essen in der heimischen Anhalt-Arena. Bereits zum dritten Mal in Folge bestreiten die Biber ein Heimspiel vor eigenem Publikum am Abend vor Karfreitag. Geleitet wird die Partie des 26. Spieltags am Donnerstag um 19:30 Uhr von den beiden Unparteiischen Lukas Müller und Robert Müller.
So richtig zufrieden kann man in Essen mit dem bisherigen Saisonverlauf nicht sein. Wie schon im Vorjahr steckt der Traditionsklub aus dem Ruhrpott tief im Abstiegskampf. Aktuell rangiert TuSEM auf Platz 16 – mit gerade einmal einen Punkt Vorsprung auf die Abstiegsränge. Vor allem in der Fremde lässt die Ausbeute zu wünschen übrig: Ein Sieg beim Schlusslicht HC Oppenweiler/Backnang, dazu ein Remis bei den Krefeldern – mehr Zählbares sprang bislang auswärts nicht heraus. Ein wesentlicher Grund dafür, dass man erneut um den Ligaverbleib zittern muss. Zuletzt sicherte man sich jedoch einen wichtigen Punkt. Beim 33:33-Unentschieden gegen Tabellenführer Bietigheim zeigte die Mannschaft, welches Potenzial in ihr steckt.
Generell hat der Trainerwechsel im Dezember spürbar Wirkung gezeigt. Seit Kenji Hövels das Kommando an der Seitenlinie übernommen hat, konnte Essen zehn seiner insgesamt 15 Punkte einfahren. Der ehemalige Coach der Füchse Berlin II hat dem Team neue Stabilität verliehen – und damit auch neue Hoffnung. In Essen glaubt man fest daran, dass am Ende erneut der Klassenerhalt stehen kann. Was enorm wichtig für den Traditionsverein ist. „Der Trainerwechsel hat neue Energie freigesetzt, und auch die Rückkehr von Nils Homscheid hat der Mannschaft einen zusätzlichen Impuls gegeben. Aktuell scheint in Essen vieles wieder in die richtige Richtung zu laufen. Durch das starke Spiel und den Punktgewinn gegen Bietigheim werden sie mit noch mehr Selbstvertrauen zu uns reisen“, so DRHV-Cheftrainer Vanja Radić über die Essener.
Zentrale Figuren im Offensivspiel der Essener sind zwei Youngster: Felix Göttler und Valentin Willner – beide Jahrgang 2005. Rückraumspieler Göttler kommt bislang auf 88 Treffer, Kreisläufer Willner steht bei 83 Toren. Damit führen die beiden Nachwuchskräfte die interne Feldtorschützenliste im Team von Kenji Hövels an und tragen trotz ihres jungen Alters bereits eine Menge Verantwortung im Angriffsspiel.
Breiter Kader für Essen-Spiel
Im Gegensatz zum nächsten Gegner haben die Dessau-Roßlauer in dieser Saison nichts mit dem Abstiegskampf zu tun. Aktuell rangiert der DRHV auf Platz sieben und führt damit das gesicherte Mittelfeld der Liga an. Damit das so bleibt, sind nach der Auswärtsniederlage in Lübbecke nun wieder Punkte gefragt. Die Marschroute für das Duell gegen TuSEM Essen ist entsprechend klar: Zählbares soll her – im Idealfall gleich doppelt, um die gute Tabellenposition zu festigen.
Dabei kann Cheftrainer Vanja Radić voraussichtlich wieder auf Yannick Danneberg zurückgreifen, der wieder einsatzbereit ist, jedoch zuletzt krankheitsbedingt fehlte. Zudem werden mit den beiden Magdeburgern Niklas Döbbel und Sebastian Bialas weitere Optionen im Kader stehen, was für mehr Tiefe und Variabilität im Aufgebot der Biber sorgt.
Damit eröffnen sich für Radić wieder mehr Möglichkeiten, im Spielverlauf gezielt nachzusteuern und frische Kräfte zu bringen. Insgesamt fiel sein Fazit zur Partie in Lübbecke trotz der Niederlage nicht negativ aus: „Man darf nicht vergessen, dass Lübbecke in der Rückrunde bis auf zwei Spiele alles gewonnen hat. Dafür war es – auch mit Blick auf unseren Kader – eine ordentliche Leistung. Leider haben wir es nicht geschafft, sie in der Breite zu bespielen. Die Chancen, die wir uns herausgespielt haben, haben wir leider nicht genutzt, um ein besseres Ergebnis zu erzielen.“
Mit Blick auf das Duell gegen Essen warnt der DRHV-Coach dennoch: „Es wird nicht einfacher, auch weil sie mit viel Rückenwind anreisen werden. Wie in jedem Spiel müssen wir bereit sein, alles zu investieren, emotional auf der Höhe sein, das Spiel über unsere Abwehr dominieren und über unser Tempospiel zu einfachen Toren kommen.“
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DIE LETZTEN DUELLE
TuSEM Essen – Dessau-Roßlauer HV 29:26 (24.10.2025)
TuSEM Essen – Dessau-Roßlauer HV 24:30 (29.06.2025)
ÜBERTRAGUNG
Live-Stream: Das Spiel wird ab 19:30 Uhr auf DYN übertragen
Live-Ticker: Live-Ticker 2. Handball-Bundesliga






