
Schwerstarbeit für Kreisläufer Tim Hertzfeld: Gegen Dresden trifft er mit Oliver Seidler auf einen der besten Kreisläufer der Liga. | Foto: Thomas Schips
Mit dem Heimspiel der Biber am zweiten Weihnachtsfeiertag um 16:00 Uhr endet das Handballjahr 2025 beim Dessau-Roßlauer HV – und es ist weit mehr als nur ein weiteres Ligaspiel. Mitteldeutsches Derby, Weihnachtsderby – ganz gleich, wie man es nennt: Die Duelle gegen den HC Elbflorenz Dresden sorgten in den vergangenen Jahren stets für volle Ränge und eine herausragende Atmosphäre in der Anhalt-Arena. Auch diesmal ist alles angerichtet für ein echtes Handball-Highlight. Geleitet wird die Partie des 17. Spieltags vom Schiedsrichtergespann Thomas Kern und Thorsten Kuschel.
Die Gäste aus Dresden schicken sich in dieser Saison an, ein gewichtiges Wort im Aufstiegsrennen zur Handball-Bundesliga mitzusprechen. Aktuell rangiert der HC Elbflorenz auf Tabellenplatz zwei – punktgleich mit Spitzenreiter HBW Balingen-Weilstetten sowie dem Tabellendritten SG BBM Bietigheim. Beide Konkurrenten um den Aufstieg treffen am letzten Spieltag der Hinrunde im direkten Duell aufeinander.
Zum Saisonauftakt mussten die Dresdner direkt gegen eben jene beiden Teams antreten und unterlagen jeweils. Seitdem jedoch läuft es beim Team von Cheftrainer André Haber nahezu optimal: In den darauffolgenden Spielen musste man lediglich zweimal die Punkte teilen, alle übrigen Partien wurden gewonnen. Eine beeindruckende Serie, die die positive Entwicklung der Mannschaft unterstreicht.
Auch im DHB-Pokal sorgte das Team aus Elbflorenz für Aufsehen. In der zweiten Runde setzte man sich nach doppelter Verlängerung mit 47:46 gegen den Handball Sport Verein Hamburg durch, ehe man sich im Achtelfinale erst nach Verlängerung der MT Melsungen mit 30:32 geschlagen geben musste. Das sind mehr als bloße Achtungserfolge – sie sind Ausdruck einer kontinuierlichen und nachhaltigen Entwicklung, seit André Haber an der Seitenlinie steht.
Diese Serie wollen die Dresdner nun auch in Dessau-Roßlau fortsetzen und ihre mittlerweile 14 Spiele andauernde Serie ohne Niederlage in der 2. Handball-Bundesliga weiter ausbauen. Besonders im Fokus stehen dabei auch zwei ehemalige DRHV-Akteure: Timo Löser und Oliver Seidler, die bereits in Dessau Leistungsträger waren und diese Rolle auch elbaufwärts übernommen haben. Darüber hinaus gilt ein besonderes Augenmerk auf Spielmacher Sebastian Greß – aktuell bester Feldtorschütze und Vorlagengeber seines Teams – der vor dem letzten Spieltag seinen auslaufenden Vertrag bis 2029 verlängert hat.
Volle Anhalt-Arena wird erwartet
Weihnachtsspiele haben immer etwas Besonderes – vor allem dann, wenn man zum Abschluss der Feiertage vor heimischem Publikum antreten darf. Viele Heimkehrer werden es sich nicht nehmen lassen, wieder einmal in der Anhalt-Arena vorbeizuschauen. Bereits am Montagmittag waren über 1750 Tickets verkauft – Tendenz steigend. Entsprechend ist am Freitagnachmittag mit einer überaus stimmungsvollen und gut gefüllten Arena zu rechnen.
Mit der Unterstützung des eigenen Publikums im Rücken wird der DRHV alles daransetzen, den Jahresabschluss erfolgreich zu gestalten. Auch wenn die letzten beiden Partien verloren gingen, wird die Mannschaft bis zur Schlusssekunde kämpfen, um im dritten Spiel in Folge gegen einen Aufstiegskandidaten zu bestehen. Zusätzliche Hoffnung gibt dabei die Rückkehr einiger Akteure, die zuletzt krankheitsbedingt fehlten und nun wieder in den Kader zurückkehren dürften.
Doch um Dresden zu bezwingen, muss der DRHV nicht nur auf mehr personelle Optionen im Kader zurückgreifen können, sondern auch möglichst geschlossen seine Bestleistung abrufen. „Wir brauchen vielleicht auch die Hilfe der Weihnachtszeit – sozusagen eine weihnachtliche Bescherung mit vielen Geschenken, um Dresden zu schlagen. Dazu viele Fans und eine tolle Stimmung in der Anhalt-Arena, die das Team tragen. Aber so einfach wird es vermutlich nicht“, so DRHV-Cheftrainer Vanja Radić.
Warum der Coach diese Einschätzung trifft, liegt auf der Hand: „Dresden verfügt über sehr viel Konstanz und Erfahrung im Kader. Sie haben aus den letzten zwei, drei Jahren enorm viel mitgenommen, in denen sie bereits ambitioniert waren und oft nur Kleinigkeiten gefehlt haben. In ihrem Spiel haben sie eine Routine entwickelt, die viele Mannschaften in der Liga so nicht besitzen. Diese Selbstverständlichkeit macht am Ende den Unterschied aus und sorgt dafür, dass sie viele Spiele gewinnen. In dieser Saison passt bei ihnen vieles zusammen. Gerade die Spiele gegen Erstligisten im DHB-Pokal haben ihnen zusätzlichen Rückenwind gegeben – seitdem surfen sie auf einer echten Erfolgswelle“, erklärt Radić.
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DIE LETZTEN DUELLE
HC Elbflorenz Dresden – Dessau-Roßlauer HV 31:24 (09.02.2025)
Dessau-Roßlauer HV – HC Elbflorenz Dresden 27:29 (07.09.2024)
ÜBERTRAGUNG
Live-Stream: Das Spiel wird ab 16:00 Uhr auf DYN übertragen
Live-Ticker: Live-Ticker 2. Handball-Bundesliga






