
Auch Torhüterin Laura Wolf konnte mit mehreren starken Paraden die Niederlage gegen den TuS Leipzig-Mockau nicht verhindern. | Foto: Hannah Hieke
Am vergangenen Sonntag mussten sich die DRHV-Frauen in einer engen Partie gegen die Mannschaft vom TuS Leipzig-Mockau geschlagen geben. Die Leipzigerinnen konnten das Nachholspiel aus der Hinrunde mit 26:22 für sich entscheiden, dabei war die Partie bis zehn Minuten vor Schluss ein hitziges Hin und Her.
Die Leipzigerinnen sind ein direkter Konkurrent im Kampf um den Klassenerhalt, entsprechend gingen die Dessauerinnen mit einem klaren Spielplan in die Partie, um sich vor heimischer Kulisse zwei wichtige Punkte zu sichern. Die Abwehr sollte die beweglichen Gegnerinnen frühzeitig stören und freie Würfe aus dem Rückraum verhindern. Im Angriff wollte man selbst mit gut vorbereiteten Distanzwürfen auf die defensive Abwehr von Leipzig-Mockau reagieren. Die DRHV-Frauen nahmen sich vor, mutig aufzuspielen und mit der Breite des eigenen Kaders zu arbeiten.
Nach Anpfiff zeigte sich ein Wechsel von guten Aktionen, die wie trainiert funktionierten und frustrierend einfachen Fehlern. Die Abwehr des DRHV bekam nicht den entscheidenden Zugriff auf die Leipziger Spielerinnen, die den Ball gut weiterlaufen ließen. Im Angriff wurden freie Torchancen liegen gelassen und zu viele Einzelaktionen hinderten einen richten Spielfluss. So konnte sich der TuS Leipzig-Mockau immer wieder kleine Vorsprünge erarbeiten und die DRHV-Frauen liefen früh einem Rückstand hinterher. Einige gute Angriffssequenzen und wichtige Paraden von Torhüterin Laura Wolf hielten die Partie eng. Mit einem akzeptablen 11:12 ging es in die Kabine.
In der Halbzeitpause appellierte Trainerin Fabienne Welhöner an das Selbstbewusstsein und die Fähigkeiten ihrer Mannschaft. Es ging darum, an erfolgreiche Situationen anzuknüpfen, mehr Druck auf die Abwehr auszuüben, die richtigen Lücken anzugreifen und entschlossene Würfe aus dem Rückraum zu nehmen. Unstimmigkeiten in der Abwehr wurden aufgearbeitet, um die Gegnerinnen vor neue Herausforderungen zu stellen.
Diese Ansätze fruchteten, sodass Janine Bender in der 40. Spielminute das 16:16 für den DRHV erzielte. Dieser Spielstand war das erste Unentschieden seit der zweiten Spielminute und die Dessauerinnen hatten die Möglichkeit, das Momentum auf ihre Seite zu ziehen. Stattdessen schlich sich Nervosität in das eigene Spiel ein und in der 58. Spielminute führte die Gästemannschaft wieder mit vier Toren. Diesen Rückstand konnten die DRHV-Frauen nicht mehr einholen, sodass sich TuS Leipzig-Mockau nach Abpfiff über einen Auswärtssieg freuen konnte. Beim DRHV 06 ging es nach Spielende um die Frage, warum die starke Abwehrleistung aus vorherigen Spielen nicht auch gegen Leipzig-Mockau gezeigt werden konnte. Auch zeigte das Spiel, dass es in Mut, Zusammenspiel und mentaler Stärker noch einige Baustellen für das Team gibt.
Nun wird es darum gehen, an positive Spielszenen anzuknüpfen und sich eine sicherere Konstanz in Offensive und Defensive zu erarbeiten. Am kommenden Samstag werden die Frauen vom DRHV 06 weiter an diesen arbeiten, wenn es zuhause gegen das Aufsteigerteam MSV Dresden geht. Anpfiff ist 15 Uhr in der Anhalt-Arena.
Spieldaten
DRHV 06 vs. TuS Leipzig-Mockau 22:26 (11:12)
DRHV 06: Laura Wolf (TW) – Luisa Wolf (8), Florina-Alexandra Micu (5), Trixie Schönemann (2), Janine Louisa Bender (2), Emma Pauline Kosak (1), Sina Göring (1), Ann-Christin König (1), Emy Meyer (1), Angelique Müller (1), Pia Patricia Peschek, Anne Kunath, Rika Müller, Lara Chantal Heinrich, Milla Böhme, Helene Vollrath
Schiedsrichter: André Schwieger / Laura Drischmann
Zeitstrafen: 4:4 Minuten
Siebenmeter: DRHV 06: 0/0 – TuS Leipzig-Mockau: 2/3






