
Marcel Nowak ist nach seiner verletzungsbedingten Pause wieder zurück auf der Platte. | Foto: Christoph Pabel
Wenn man in dieser Saison noch eine kleine Rechnung mit einem Gegner offen hat, dann mit Sicherheit gegen die HSG Nordhorn-Lingen. Im Hinspiel musste sich der DRHV deutlich mit 22:37 geschlagen geben, lag bereits zur Halbzeit mit 9:17 zurück. Es war eine der bittersten Niederlagen der laufenden Saison. Am Mittwoch kommt es nun mitten in der englischen Woche zum zweiten Aufeinandertreffen beider Mannschaften. Geleitet wird die Partie des 21. Spieltags vom Schiedsrichtergespann Lukas Schwarzmeier und Béla Stewen.
Das Hinspiel war aus Sicht der Biber im Moment der Niederlage desaströs. Im Nachgang betrachtet jedoch so etwas wie ein „Gamechanger“. Denn im Anschluss fand das Team die passende sportliche Antwort auf die deutliche 22:37-Niederlage. Mit Ausnahme der Partie in Essen überzeugte der DRHV mit konstant starken Leistungen und holte 15 von 18 möglichen Punkten, ehe man zum Abschluss der Hinrunde auf die Top drei der Liga traf und die erste Saisonhälfte auf Rang acht beendete.
Für die HSG Nordhorn-Lingen ging es nach der Partie in der Anhalt-Arena zunächst in die andere Richtung. Vier Spiele in Folge blieb man ohne Sieg – ausgerechnet gegen die vier Teams, die aktuell vor der HSG in der Tabelle stehen. Dabei musste man gleich zwei deutliche Niederlagen hinnehmen: Unter anderem unterlag man auswärts beim HBW Balingen-Weilstetten mit 23:35, ehe man auch beim HC Elbflorenz Dresden bei der 22:34-Niederlage klar das Nachsehen hatte. Vor einer ähnlich anspruchsvollen Aufgabenserie steht das Team von Trainer Mark Bult somit auch nach der Partie gegen die Biber.
Beim letzten Heimspiel musste man sich zudem dem VfL Eintracht Hagen mit 21:28 (12:14) geschlagen geben. Dort biss sich die HSG sprichwörtlich die Zähne am überragenden Torhüter Pascal Bochmann aus, der herausragende 23 Würfe parierte und eine Fangquote von 52 Prozent erreichte. Zuletzt reichte es beim TSV Bayer Dormagen noch für ein 33:33-Unentschieden, nachdem man fast das gesamte Spiel über in Rückstand lag.
Niederlage gegen Coburg schnell aus den Köpfen bekommen
Die Biber starteten am Montag mit der Vorbereitung auf die Partie in der EmslandArena am Mittwochabend in Lingen. Nach der 29:36-Heimniederlage gegen den HSC 2000 Coburg am Sonntag galt es, das Spiel schnell aufzuarbeiten und den Fokus nach vorn zu richten. Denn aus Sicht von Cheftrainer Vanja Radić war nicht alles schlecht, was seine Mannschaft gezeigt hatte. „Wir hatten gegen Coburg auch phasenweise gute Sequenzen, die jedoch immer wieder durch eigene Fehler oder Schiedsrichterpfiffe unterbrochen wurden“, so der Cheftrainer der Biber, der zugleich die Marschroute für das kommende Auswärtsspiel vorgab: „Wenn wir die Fehler abstellen, unsere Angriffe konsequent ausspielen und in der Abwehr fokussiert in die Zweikämpfe gehen, dann ist auch gegen Nordhorn-Lingen etwas möglich.“
Dennoch wird die Aufgabe alles andere als einfach. In der Hinrunde zeigte Nordhorn-Lingen über weite Strecken sehr konstante Leistungen und überwinterte mit nur drei Punkte Rückstand auf die Aufstiegsplätze auf Rang fünf. Zwar haben mit Mika Sajenev und Maximilian Jaeger gleich zwei Spieler die HSG zur Rückrunde verlassen, trotzdem verfügt man weiterhin über große Qualität im Kader. „Vor allem im Angriff präsentiert sich die Mannschaft sehr spielstark, während sie gleichzeitig in der Defensive kompakt und geschlossen agiert“, sieht Radić die Stärken des kommenden Gegners.
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DIE LETZTEN DUELLE
Dessau-Roßlauer HV – HSG Nordhorn-Lingen 22:37 (21.09.2025)
HSG Nordhorn-Lingen – Dessau-Roßlauer HV 22:22 (23.03.2025)
ÜBERTRAGUNG
Live-Stream: Das Spiel wird ab 20:00 Uhr auf DYN übertragen
Live-Ticker: Live-Ticker 2. Handball-Bundesliga






