
Mika Schüler ist in der 2. HBL angekommen: Der Rückraumspieler erzielte in den bisherigen Spielen starke 90 Tore. | Foto: Norman Gunkel
Nach der Länderspielpause geht es für den Dessau-Roßlauer HV am Freitag in der 2. Handball-Bundesliga beim TuS N-Lübbecke weiter. Um 19:30 Uhr treffen die Biber auf den aktuellen Tabellenelften und wollen gut erholt aus der Pause die nächsten Punkte in Angriff nehmen. In den vergangenen beiden Jahren konnte der DRHV immerhin jeweils einen Punkt aus Lübbecke mitnehmen. Zudem gelang in dieser Saison vor heimischem Publikum erstmals ein Ligasieg gegen die Ostwestfalen. Geleitet wird die Partie des 25. Spieltags von den beiden Unparteiischen Paul Kijowsky und Lukas Strüder.
Beim TuS N-Lübbecke scheiden sich in dieser Saison ein wenig die Geister. Im Team von Davor Dominiković steckt viel Qualität und Potenzial – mehr, als es der aktuelle Tabellenplatz vermuten lässt. Aktuell rangiert der TuS auf Platz elf und liegt damit vier Plätze hinter dem Dessau-Roßlauer HV, der Siebter ist.
Seine Qualität zeigte das Team vor allem gegen die Topmannschaften der 2. Handball-Bundesliga. Gegen den Tabellenführer SG BBM Bietigheim holte man in der Hinrunde zu Hause ein Unentschieden, gewann das Rückspiel auswärts knapp mit 31:30 und fügte den Baden-Württembergern damit die erste Heimniederlage zu. Zwar folgte anschließend eine Niederlage gegen HBW Balingen-Weilstetten, dafür gelangen Siege in Potsdam sowie zu Hause gegen Dresden. Insgesamt konnte Lübbecke fünf der bisherigen sieben Rückrundenspiele für sich entscheiden.
Auffällig: Der TuS ist auswärts deutlich stärker als in der heimischen Merkur Arena. Dort stehen lediglich zwei Siege und vier Unentschieden zu Buche. In fremden Hallen hingegen feierte man bereits sieben Siege bei einem Remis. Ein Trend, der sich auch in der Rückrunde bestätigt: Von drei Heimspielen gewann man nur eines – gegen Dresden. Niederlagen setzte es gegen den TV Großwallstadt und HBW Balingen-Weilstetten.
Gerade gegen Dresden bewies das Team enorme Moral: Zwischenzeitlich lag man mit 8:16 (22. Minute) zurück, startete dann aber eine furiose Aufholjagd und gewann am Ende mit 34:31. Diese Mentalität zeigte die Mannschaft auch zuletzt beim VfL Lübeck-Schwartau. In der „Hansehölle“ lag man Mitte der zweiten Halbzeit noch mit 22:24 zurück, drehte die Partie jedoch mit einem beeindruckenden Lauf und führte zehn Minuten später mit 28:24.
Es ist also klar zu erkennen: Der TuS N-Lübbecke hat in dieser Saison sein Comeback-Gen entdeckt – und ist jederzeit in der Lage, Spiele noch zu drehen.
Biber stellen sich auf variablen Gegner ein
Am spielfreien Wochenende hat Cheftrainer Vanja Radić seinem Team gleich drei freie Tage am Stück eingeräumt – ausreichend Zeit für die notwendige Regeneration nach den intensiven Wochen zuvor. Seit Montag stehen die Biber wieder auf der Platte und bereiten sich gezielt auf den kommenden Gegner vor. Ein Team, das laut Radić über viel Qualität verfügt und sich unter dem neuen Trainer zunehmend stabilisiert sowie immer besser mit dessen Spielidee zurechtfindet.
„Die kurze Pause hat uns allen gutgetan. Was ich der Mannschaft hoch anrechne, ist, dass sie – egal wie schwer die Aufgaben zuletzt waren und wie hoch die Belastung war, alle haben mit einer sehr professionellen Einstellung gearbeitet. Jeder war voll fokussiert. Das zeigt eindrucksvoll die sehr gute Atmosphäre im Team“, so der Cheftrainer.
Mit Blick auf den Gegner ergänzt Radić: „Der TuS spielt unter Davor Dominiković sehr variabel, worauf wir uns einstellen werden. Das freut uns auch ein Stück weit, weil wir dadurch immer wieder vor neue Aufgaben gestellt werden, die es zu lösen gilt – und darauf hat das Team richtig Bock. Wir wollen den Gegner unter Druck setzen und ein gutes Spiel abliefern.“
Anzeige
DIE LETZTEN DUELLE
Dessau-Roßlauer HV – TuS N-Lübbecke 35:29 (17.10.2025)
TuS N-Lübbecke – Dessau-Roßlauer HV 28:28 (17.05.2025)
ÜBERTRAGUNG
Live-Stream: Das Spiel wird ab 19:30 Uhr auf DYN übertragen
Live-Ticker: Live-Ticker 2. Handball-Bundesliga






