
Bereits am Samstag geht es für Mika Schüler und den DRHV in der Liga weiter: In der Anhalt-Arena steht das Derby gegen den 1. VfL Potsdam an. | Foto: Norman Gunkel
Die Biber konnten die Partie gegen den Bundesligisten VfL Gummersbach in der Anfangsviertelstunde offen gestalten. Danach machte dem Dessau-Roßlauer HV jedoch vor allem die eigene Chancenverwertung einen Strich durch die Rechnung. Bereits zur Halbzeit lagen die Hausherren mit 12:20 zurück. Zwar kämpfte sich der DRHV im zweiten Durchgang noch einmal auf sechs Tore heran, musste sich dem Favoriten am Ende aber mit 28:38 geschlagen geben. Erfolgreichster Werfer der Biber war Mika Schüler mit sechs Treffern.
Wie schon beim Auswärtsspiel in Ferndorf musste DRHV-Cheftrainer Vanja Radić auch gegen Gummersbach mit einem stark dezimierten Kader auskommen. Erneut standen lediglich zehn Feldspieler zur Verfügung. Davon war in der Anfangsphase allerdings zunächst wenig zu merken. Nach erfolglosen ersten Angriffen auf beiden Seiten war es Alen Hadzimuhamedovic, der die 1.769 Zuschauer in der Anhalt-Arena erlöste. In der vierten Spielminute traf er zur 1:0-Führung für die Biber. Es sollte allerdings die einzige Führung der Hausherren an diesem Abend bleiben.
Dennoch hielt der DRHV gegen den Bundesligisten zunächst gut dagegen. Bis zur Mitte der ersten Halbzeit blieb die Partie beim 6:7 aus Sicht der Biber völlig offen. Mihkel Löpp stellte mit seinem Treffer den Anschluss her. Danach häuften sich jedoch die Fehler im Spiel der Gastgeber. Vor allem die Chancenverwertung wurde zunehmend zum Problem. Gummersbach nutzte die sich bietenden Möglichkeiten konsequent und kam immer wieder zu einfachen Toren. Nikola Roganovic erhöhte per Siebenmeter auf 15:9 für die Gäste. Auf der Gegenseite ließen die Biber weiterhin zu viele gute Möglichkeiten liegen. Eine Wurfquote von lediglich 44 Prozent nach dem ersten Durchgang unterstrich das Problem. So konnte sich der Bundesligist bis zur Pause deutlich absetzen. Mit einem 12:20-Rückstand ging es für die Biber in die Kabine.
Biber kämpfen sich noch einmal heran
Mit dem Acht-Tore-Rückstand war die Ausgangslage für den zweiten Durchgang klar. Gummersbach erhöhte direkt nach Wiederanpfiff das Tempo und baute seinen Vorsprung zunächst weiter aus. Nach etwas mehr als zwei Minuten lag der DRHV beim 12:23 nach einem Treffer von Nationalspieler Miro Schluroff bereits mit elf Treffern zurück. Doch die Biber steckten nicht auf. Die Mannschaft kämpfte weiter um jeden Ball und jede Möglichkeit, den Rückstand wieder zu verkürzen. Schritt für Schritt gelang dies. Einen wichtigen Anteil daran hatte auch Janik Patzwaldt, der im zweiten Durchgang zunehmend besser ins Spiel fand und insgesamt elf Würfe im zweiten Abschnitt parierte. In der 43. Minute belohnte sich der DRHV für seine kämpferische Phase. Niklas Döbbel verkürzte auf 20:26 und brachte die Biber wieder auf sechs Tore heran. Für einen Moment keimte in der Anhalt-Arena noch einmal Hoffnung auf, die Partie zumindest wieder spannend gestalten zu können.
Gummersbach ließ sich davon jedoch nicht nachhaltig beeindrucken und fand erneut die passende Antwort. Zehn Minuten später war der Rückstand beim 24:36 auf zwölf Tore angewachsen. Die Biber kämpften bis zum Schlusspfiff weiter, konnten die deutliche Niederlage aber nicht mehr verhindern. Am Ende steht für den Dessau-Roßlauer HV im DHB-Pokal eine 28:38-Niederlage gegen den VfL Gummersbach.
Stimme zum Spiel
„Trotz unserer personellen Situation haben die Jungs das wirklich sehr ordentlich gemacht. Sie haben richtig gut gekämpft und in der Abwehr sauber verteidigt. Auch unter diesen Voraussetzungen wollten wir unser Tempospiel durchziehen. Man hat natürlich die körperlichen und qualitativen Unterschiede gesehen, trotzdem haben wir versucht, gut am Ball zu bleiben und unsere Lösungen zu finden. Zum Schluss hat uns dann etwas die Ausdauer gefehlt, auch weil wir die Belastung nicht mehr so gut verteilen konnten. Dadurch haben wir noch einige technische Fehler gemacht, die zu einfachen Gegentoren geführt haben. Trotzdem bin ich wirklich froh und stolz auf die Jungs und darauf, was sie heute gezeigt haben. Dass sie nicht zurückweichen, keine Angst haben und immer weiterkämpfen – genau das wollen wir sehen. Jetzt ist der Pokal für uns vorbei. Wir richten den Blick auf die Saison und geben dort weiter Gas.“
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Spieldaten
DRHV 06 – VfL Gummersbach 28:38 (12:20)
DRHV 06: Philip Ambrosius (4 Paraden), Janik Patzwaldt (11 Paraden) – Mika Schüler (6/1), Marcel Nowak (5), Alen Hadzimuhamedovic (5/1), David Mišových (3), Niklas Döbbel (3), Mihkel Löpp (2), Yannick-Marcos Pust (2), Valentin Neagu (1), Leon Ciudad (1), Simon Sirot
Schiedsrichter: Fabian Friedel / Rick Herrmann
Zeitstrafen: 4:2 Minuten (Mihkel Löpp 2, Yannick-Marcos Pust 2)
Siebenmeter: DRHV 06: 2/4 – VfL Gummersbach: 2/2
Zuschauer: 1769 (Anhalt-Arena, Dessau-Roßlau)
Pressekonferenz: YouTube-Kanal DRHV 06






