
Yannick-Marcos Pust lässt seinen Emotionen freien Lauf, nachdem er zur zwischenzeitlichen 24:21-Führung getroffen hatte. | Foto: Norman Gunkel
Nach vier Spielen in Folge ohne Sieg hat der Dessau-Roßlauer HV wieder einen Erfolg eingefahren. Gegen den VfL Lübeck-Schwartau setzten sich die Biber mit 37:33 (16:17) durch. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit steigerten sich die Gastgeber im zweiten Durchgang deutlich und erzielten starke 21 Treffer. Mit einer konsequenten Abwehrleistung und hoher Treffsicherheit im Angriff legte das Team um Kapitän Marcel Nowak den Grundstein für den verdienten Heimsieg. Erfolgreichster Werfer der Dessau-Roßlauer war Mika Schüler mit elf Toren.
Die Gäste aus Lübeck fanden besser in die Partie und erspielten sich früh einen Zwei-Tore-Vorsprung. Diesem Rückstand liefen die Dessau-Roßlauer zunächst hinterher. Verloren den Anschluss jedoch nicht und verhinderten, dass sich der VfL weiter absetzen konnte. In der 15. Minute gelang Simon Sirot schließlich der 8:8-Ausgleich. Damit waren die Biber wieder voll im Spiel. Nur zwei Minuten später war es erneut der Linksaußen, der mit seinem Treffer zum 10:9 (17. Minute) die Führung für die Hausherren erzielte. Lange hielt diese allerdings nicht. Lübecks Magnus Holpert brachte seine Mannschaft wieder nach vorn.
Die Gäste setzten sich bis zur 24. Minute bis auf drei Tore ab. Doch die Biber kämpften sich zurück. Kreisläufer Valentin Neagu verkürzte in der 28. Minute auf 14:15. Kurz darauf erzielte DRHV-Torhüter Philip Ambrosius in seinem 350. Pflichtspiel für die Biber seinen bereits zweiten Treffer ins verwaiste Lübecker Tor und stellte auf 15:15. Mit einem knappen 16:17-Rückstand ging es kurz darauf in die Kabine.
Starke zweite Halbzeit bringt den Heimsieg
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich zunächst eine weiterhin umkämpfte Partie. Die Biber waren nun jedoch deutlich präsenter und nutzen ihre Chancen weiterhin. Yannick-Marcos Pust brachte den DRHV in der 34. Minute mit seinem Treffer zum 19:18 erneut in Führung. Zwar glich Lübeck postwendend aus, doch die Dessau-Roßlauer übernahmen zunehmend die Kontrolle.
Auch eine doppelte Unterzahl brachte die Gastgeber nicht aus dem Konzept. Stattdessen behaupteten sie ihre Führung und bauten den Vorsprung weiter aus. Erneut war es Pust, der beim 24:21 erstmals für einen Drei-Tore-Abstand sorgte. In der 47. Minute erhöhte der DRHV auf 27:23 und verschaffte sich damit ein wichtiges Polster für die Schlussphase. Defensiv standen sie weiterhin kompakt und nutzten ihre Möglichkeiten im Angriff konsequent. In der 55. Minute setzte Kapitän Marcel Nowak ein weiteres Highlight: Nach einem Ballgewinn machte er sich allein auf den Weg zum verwaisten Lübecker Tor und erhöhte auf 34:27.
Spätestens jetzt hielt es die Zuschauer in der Anhalt-Arena nicht mehr auf den Sitzen. Die Fans feierten ihre Mannschaft lautstark und sorgten für eine stimmungsvolle Schlussphase. Auch wenn Lübeck das Ergebnis bis zum Abpfiff noch etwas verkürzen konnte, geriet der Heimsieg nicht mehr in Gefahr. Am Ende belohnten sich die Dessau-Roßlauer für eine starke zweite Halbzeit und gewannen verdient mit 37:33. Nach vier sieglosen Spielen ist der Erfolg gegen den VfL Lübeck-Schwartau ein wichtiges Signal für die kommenden Aufgaben.
Stimme zum Spiel
„Dass das Ergebnis heute so deutlich zu unseren Gunsten ausgefallen ist, freut mich für die Jungs umso mehr. Wir befinden uns seit Wochen in einer sehr schwierigen Situation, aber die Mannschaft kommt jeden Tag ins Training und arbeitet, als wäre nichts gewesen. Trotz der Niederlagen wussten wir, dass wir vieles richtig machen und oft nah am Sieg dran sind. Es hat bisher einfach noch nicht gereicht. Man muss bedenken, dass die linke Hälfte unserer Abwehr komplett neu zusammengestellt ist und dadurch auch im Angriff viele Abläufe neu sind. Dass das Zeit braucht, ist klar. Nichtsdestotrotz sind die Jungs gierig, wollen Spiele gewinnen und sich nicht mit Niederlagen zufriedengeben. Heute haben wir das Spiel von Anfang an sehr gut kontrolliert und unser Spiel durchgezogen. Mika hat über die gesamte Partie eine starke Leistung gezeigt, und auch Marcel und Mihkel hatten in der zweiten Halbzeit viele starke Aktionen. Genau das brauchen wir: Entschlossenheit in unseren Aktionen und eine brutale Aggressivität in der Abwehr. Wir haben versucht, die Räume konsequent zu verdichten und in jeden Zweikampf mit voller Überzeugung zu gehen. Das gelingt uns immer besser. Wir machen vieles bereits richtig und wachsen mit jedem Spiel weiter zusammen. So, wie wir heute aufgetreten sind, wollen wir auch in Zukunft auftreten.“
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Spieldaten
DRHV 06 – VfL Lübeck-Schwartau 37:33 (16:17)
DRHV 06: Philip Ambrosius (9 Paraden I 2 Tore), Janik Patzwaldt – Mika Schüler (11), Alen Hadzimuhamedovic (6/4), Marcel Nowak (5), Yannick-Marcos Pust (4), Mihkel Löpp (3), David Mišových (2), Simon Sirot (2), Valentin Neagu (2), Niklas Döbbel, Leon Ciudad Benitez, Richard Grießhammer
Schiedsrichter: Nils Blümel / Frederic Linker
Zeitstrafen: 10:10 Minuten (Niklas Döbbel 2, Marcel Nowak 2, Leon Ciudad Benitez 6)
Siebenmeter: DRHV 06: 4/5 – VfL Lübeck-Schwartau: 3/5
Zuschauer: 1437 (Anhalt-Arena, Dessau-Roßlau)
Highlight-Clip: YouTube-Kanal DRHV 06
Pressekonferenz: YouTube-Kanal DRHV 06






