
Die Außen zeigten sich am treffsichersten: Yannick-Marcos Pust und Carl-Phillip Haake erzielten jeweils fünf Tore gegen Balingen-Weilstetten. | Foto: Norman Gunkel
Der HBW Balingen-Weilstetten war im letzten Heimspiel der Saison eine Nummer zu groß für den DRHV. Bereits zur Halbzeit lagen die Biber mit 9:17 zurück und konnten sich bei Torhüter Philip Ambrosius bedanken, dass der Rückstand nicht noch deutlicher ausfiel. Zwar bäumten sich die Dessau-Roßlauer im zweiten Durchgang noch einmal auf und verkürzten den Rückstand zwischenzeitlich bis auf vier Tore, die Niederlage verhindern konnten sie jedoch nicht mehr. Am Ende verlor der DRHV sein letztes Heimspiel der Saison mit 24:32. Erfolgreichste Torschützen auf Seiten der Biber waren Carl-Phillip Haake und Yannick-Marcos Pust mit jeweils fünf Treffern.
Bereits früh in der Partie war zu erkennen, dass die Gäste aus Balingen-Weilstetten die beiden Punkte unbedingt mitnehmen wollten, um ihre Chancen auf die Meisterschaft in der 2. Handball-Bundesliga zu wahren. Die Dessau-Roßlauer hielten in der Anfangsphase noch ordentlich dagegen. Nach zehn gespielten Minuten stand es 4:4 – die Partie war zunächst völlig offen.
Danach schlichen sich jedoch immer mehr Fehler ins Offensivspiel der Biber ein, die Balingen konsequent bestrafte und sich in der 13. Minute erstmals auf 7:4 absetzen konnte. In der Folge fanden die Gäste immer besser in ihren Rhythmus, während der Rückstand für den DRHV kontinuierlich anwuchs.
Drei Minuten vor der Halbzeitpause erhöhte Liga-Topscorer Sascha Pfattheicher per Siebenmeter auf 16:9 für die Gäste. Insgesamt trat der Rückraumspieler in der ersten Halbzeit fünfmal vom Siebenmeterpunkt an, zweimal scheiterte er jedoch an DRHV-Keeper Philip Ambrosius. Der verhinderte mit weiteren starken Paraden einen noch höheren Rückstand zur Pause. Mit einem 9:17-Rückstand ging es für den DRHV in die Halbzeitpause.
Aufbäumen nach der Pause reicht nicht aus
So einfach wollten sich die Biber jedoch nicht geschlagen geben und die Punkte herschenken. Über ihr Tempospiel fanden die Dessau-Roßlauer wieder besser in die Partie und kämpften sich Tor um Tor heran. Nach einem 4:0-Lauf verkürzte der DRHV in der 40. Minute beim Stand von 16:20 den zwischenzeitlichen Acht-Tore-Rückstand auf vier Treffer.
Noch näher sollte man allerdings nicht mehr herankommen, obwohl die Chancen dafür durchaus vorhanden waren. Diese blieben jedoch ungenutzt. So war die Partie fünf Minuten vor dem Ende praktisch entschieden. Erneut war es Sascha Pfattheicher, der per verwandeltem Siebenmeter zur 30:23-Führung für die Gäste traf und damit endgültig für klare Verhältnisse sorgte.
Am Ende konnten die Biber die zweite Halbzeit zwar ausgeglichen gestalten, mussten sich aufgrund der schwachen ersten 30 Minuten dennoch deutlich mit 24:32 geschlagen geben.
„Um eine der besten Mannschaften der Liga schlagen zu können, muss man über 60 Minuten auf einem sehr hohen Niveau spielen. Das ist uns heute nicht durchgängig gelungen, vor allem in der ersten Halbzeit. Im zweiten Durchgang haben wir lange mitgehalten und viele Dinge richtig gemacht, die uns über weite Strecken der Saison ausgezeichnet haben. Am Ende hat es jedoch nicht gereicht, weil Balingen einfach zu gut war und verdient als Sieger vom Feld gegangen ist.“
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SPIELDATEN
DRHV 06 – HBW Balingen-Weilstetten 24:32 (9:17)
DRHV 06: Philip Ambrosius (13 Paraden I 1 Tor), Janik Patzwaldt (3 Paraden) – Yannick-Marcos Pust (5), Carl-Phillip Haake (5), Yannick Danneberg (4/2), Valentin Neagu (2), Fynn Gonschor (2), Fritz-Leon Haake (2), Jakub Powarzyński (1), Niklas Döbbel (1), David Mišových (1/1), Tim Hertzfeld, Marcel Nowak
Schiedsrichter: Matthias Klinke / Sebastian Klinke
Zeitstrafen: 2:8 Minuten (Jakub Powarzyński 2)
Siebenmeter: DRHV 06: 3/4 – HBW Balingen-Weilstetten: 6/8
Zuschauer: 1540 (Anhalt-Arena, Dessau)
Highlight-Clip: YouTube-Kanal DRHV 06






