
Kaum haben wir die ersten warmen Wochen genossen, da heißt es auch schon wieder: Saisonende! Was natürlich Grund genug ist, nach langer Zeit mal wieder ein Resümee zu ziehen – und dieses niederzuschreiben. Obwohl noch ein großes Highlight mit dem Spiel in Dresden auf uns wartet, darf ich Euch allerdings beruhigen: Das wird garantiert nicht das letzte große Highlight des Sommers! Und damit ein Herzliches Willkommen zum Ottcast #8.
Rückblick: Startplatz sieben – auch die Endplatzierung?
Mit beachtlichen zehn Siegen und einem Unentschieden aus der Hinrunde startete der DRHV auf Platz sieben ins neue Kalenderjahr – dabei grüßte das Team von Vanja Radić lange Zeit sogar von Platz fünf. Positiv überraschend für die allermeisten Handballfans. Denn die ZAB bekam drei seiner sechs Niederlagen erst rund um die Weihnachtsspiele – gegen die drei Top-Temas der Liga. Und auch nun stehen bzw. standen diese Kracher-Aufgaben gegen Bietigheim, Balingen und eben Dresden wieder an. Doch die Rückrunde lief deutlich zäher: sechs Siegen und einem Unentschieden stehen neun Niederlagen gegenüber. Man profitierte so ein bisschen vom Punktevorrat der Hinrunde. In den letzten fünf Monaten waren wir auf Platz sieben einbetoniert. Nach fünf Niederlagen aus den letzten sechs Spielen steht aktuell Platz zehn zu Buche. Doch der Startplatz sieben ist rechnerisch noch drin.
DHB-Pokal-Qualifikation gesichert
Alle Fans kennen diese Regel: Platz zehn muss für die Pokal-Qualifikation erreicht werden – FALSCH! Heimlich, still und leise gab es im Spätherbst des letzten Jahres eine Pokalreform, wonach nun ALLE Zweitligisten mitmischen dürfen. Pure Erleichterung für uns, in Dresden kein Endspiel haben zu müssen. Denn bisher wirkt die Bilanz mit null Punkten gegen die genannten Spitzenteams nicht besonders rosig, auch wenn die eine oder andere Leistung durchaus ansprechend war.
Nur sehr spärlich lichtete sich das Verletztenlazarett. Und manche Spieler brauchten recht lange, um zurück „zur alten Form“ zu finden. Julius Drachau, Mika Schüler und Luka Baumgart fehlen immer noch. Wir hatten manchmal das Gefühl, dass die Jungs etwas platt wirkten. Was jedoch keinesfalls über eine äußerst positive Saison hinwegtäuschen darf. Schließlich hatten ganz viele Fans es wesentlich schlimmer erwartet…
Saisonende heißt Abschied nehmen: Die Abgänge schmerzen
Tim Hertzfeld war der erste Spieler, der in Leipzig per Zweitspielrecht aushelfen musste, weil die Verletztenliste dort noch viel länger war als unsere eigene. Er sollte mithelfen, das Ligaschlusslicht noch irgendwie aus der Gefahrenzone zu katapultieren. Und machte seine Sache sehr ordentlich. Leider viel zu ordentlich. Denn Leipzig war so beeindruckt, dass schnell klar war, den bulligen Kreisläufer fest zu verpflichten. Während man bei den DRHV-Verantwortlichen den Stolz verspürte, erneut ein junges Handballtalent zum Erstligaspieler entwickelt zu haben, so war der Frust in Dessau riesig. Verletztenmisere zum einen – auch Hertzfeld verletzte sich im Leipziger Trikot und fiel UNS wochenlang aus – zum anderen ein sportlich schmerzhafter Abgang eines durchsetzungsstarken und treffsicheren Kreisläufers. Ein hochkarätiger Abgang also.
Was man leider auch – oder erst recht – über den zweiten Abgang Fritz-Leon Haake sagen muss. Da behauptete ich in einem der vergangenen Ottcast´s noch, dass ich eigentlich gar nicht erwähnen möchte, dass die beiden Haake-Brüder in nahezu jedem Spiel zweistellig treffen (zusammengenommen), um mögliches Interesse an den Jungs erst gar nicht aufkommen zu lassen. Da untermauerte eben jener Spielmacher die Zukunft bei uns sogar noch mit einer Vertragsverlängerung im März bis 2029. Da knallt es plötzlich nicht nur in Leipzig, weil der Abstieg tatsächlich besiegelt scheint. Sondern auch in Dessau – weil Leipzig seine Neuausrichtung mit jungen deutschen Junioren-Nationalspielern plant – und eben auch mit unserer Nummer sechs. So sehr das auch doppelt
positiv aufgefangen wird – mit einer Hammer Ablöse im Handballsport und einem hochtalentierten neuen Spielmacher – so sehr schmerzt dennoch auch dieser Abgang.
Der scheidende dritte Spieler, ist zufällig auch mit der Nummer drei ausgestattet. Sportliche Gründe in mitten der Hinrunde führten die DRHV-Verantwortlichen zum Entschluss, sich auf der linken Seite neu aufzustellen – und präsentierten mit Tim Grüner auch gleich Neuzugang Nummer drei. Nach dem feststehenden Abschied spielte der bei uns Fans so beliebte Außenspieler Fynn Gonschor eine starke Rückrunde. Was folgte, war die wohl emotionalste Verabschiedung am vergangenen Freitag. Schade, Schade #fynngo – wir, die FanSzene, hätten Dich wirklich gern behalten.
Top-Talente: Vielversprechende Neuzugänge
Über Tim Grüner (22) auf der linken Seite haben wir schon kurz gesprochen. Gebürtig aus Berlin, sorgte er bei seinem Erstliga-Debüt mit fünf (am Ende entscheidenden) Toren für Aufsehen, als Balingen knapp in Göppingen gewann. Bislang kennt er die Anhalt-Arena nur als Gegner. Herzlich Willkommen.
Der zweite Neuzugang kommt ebenfalls von einem Ligakonkurrenten – vom VfL Lübeck-Schwartau. Er ist 23 Jahre jung, Kreisläufer und hat einen sehr klangvollen Namen: Leon Ciudad Benitez. Seine Handball-Ausbildung genoss er einfach mal im Nachwuchs des THW Kiel. Auch Dir ein herzliches Willkommen in der Bauhausstadt.
Doch der dritte Neuzugang dürfte die Dessauer Shirt-Verantwortlichen vor riesige Probleme stellen, im wahrsten Sinne des Wortes: Wie groß muss ein Spielmacher-Trikot eigentlich sein, damit der Name HADZIMUHAMEDOVIC drauf passt? Zumindest kennt auch Alen (19, Deutsch-Bosnisch) die Anhalt-Arena bereits – kommt er doch von der SG BBM Bietigheim. Auch Dich heißen wir herzlich Willkommen.
Große FanClub-Jubiläen stehen an: PARTY´s und Turniere
Wer von Euch die Jungs ebenfalls herzlich Willkommen heißen möchte, kann am 18.Juli 2026 auf den Tannenheger Mildensee kommen. Hier findet das traditionelle ZAB-Sommerfest statt. Nachdem die einzelnen FanClubs am Vormittag ihr Fussballturnier ausgetragen haben und den gesamten Tag über ein buntes Rahmenprogramm stattfinden wird, präsentieren sich in den Mittagsstunden erstmals die ZAB-Profis samt Neuzugängen zum inzwischen ebenfalls traditionellem Trainingsspiel. Ein absolutes Highlight sind jedes Jahr auch die selbstgemachten Salate der Sektions-Frauen 😉. Das Familienfest klingt am Abend mit Musik und Kaltgetränken in gemütlicher Atmosphäre aus. Im August heißt es dann:
>>> 15 JAHRE ZABPORTERS DESSAU <<< und +++ 10 JAHRE FANCLUB ALTE DESSAUER +++
Aufschreiben! Festhalten!! Merken!!! Nachdem unser 10-jähriger Geburtstag diesem Corona (ohne Bier) zum Opfer fiel, haben sich in diesem Jahr beide FanClubs zusammengerottet und ein absolutes Highlight-Event geschaffen: ES WIRD GEFEIERT – EWIN GANZES WOCHENENDE LANG!!! Dazu haben wir das Wochenende vom 07. August bis 09. August 2026 herausgepickt – eine Woche vor der Einschulung in Sachsen-Anhalt. Freitag bleiben die FanClubs noch unter sich, aber am Samstag, den 08.08.2026 laden wir alle Fans, FanClubs und Freunde – den gesamten Tag über – zu unserem großen Jubiläums-FAMILIENFEST am Kühnauer See ein, mit Spiel, Spaß, Spannung, Baden, Hüpfburg, Musik, besonderen Getränken und vielen, vielen besonderen Gästen. Viele ehemalige Spieler, Verantwortliche und Mitglieder sind geladen und wollen diesen Tag zu etwas unvergesslichem machen. Es wird eine sehr lange feuchtfröhliche Nacht – samt Übernachtungsmöglichkeiten.
Am 9. August hängen wir dann gleich noch die 11. Auflage unseres legendären ZAB-Volleyball-Turniers hinten dran – natürlich ebenfalls am Kühnauer See. Und wer dort sportlich nicht überzeugen kann, macht es am 29. August (Samstag) viel besser – beim traditionellen Volleyballturnier von den Handballfreunden des SV Mühlstedt 1995.
Vergesst bitte nicht, der FanPage wieder eure Urlaubs-Schnappschüsse in FanKleidung vom Hof, aus dem Garten, vom See oder dem Ausland zu schicken.
Es wird ein heißer Sommer 😉







