
Was für ein Kampf unserer B-Jugend! Beim SC DHfK Leipzig erwischte der Dessau-Roßlauer HV einen Traumstart, führte früh mit 2:0 und brachte den Gastgeber zunächst gehörig aus dem Rhythmus. Am Ende fehlten nach 60 intensiven Minuten nur zwei Tore: 30:32 (16:15).
Die DRHV-Jungs waren von der ersten Sekunde an hellwach. 2:0, 3:1 – Dessau legte vor und setzte Leipzig früh unter Druck. Auch eine Zeitstrafe gegen Moritz Wagener brachte die Mannschaft nicht aus dem Konzept: In Unterzahl gelang sogar das 4:2. Leipzig fand nur schwer ins Spiel. Der DRHV spielte mutig, konzentriert und mit viel Zug zum Tor. Über 6:3, 7:4, 9:5 und schließlich 10:6 behaupteten unsere Jungs ihre Führung. Leipzig reagierte und nahm beim 11:6 die erste Auszeit. Doch auch danach blieb der DRHV dran. Nach der Dessauer Auszeit beim 11:7 entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Leipzig kam näher, doch unsere Jungs hielten dagegen und gingen mit einer verdienten 16:15-Führung in die Halbzeit.
Leider gehörte der Beginn der zweiten Hälfte den Gastgebern. Leipzig drehte das Spiel und setzte sich ab. Doch unsere Jungs ließen sich nicht abschütteln. Kämpfen. Dagegenhalten. Dranbleiben. Und genau das tat der DRHV. Immer wieder verkürzte Dessau, immer wieder wurde Leipzig unter Druck gesetzt. Dann der nächste große Moment: 53. Minute, 27:27! Alles wieder offen. Die Partie stand auf Messers Schneide. Doch jetzt wurde es bitter. Ein paar Unkonzentriertheiten, ein verlorener Ball hier, eine nicht genutzte Chance dort – und Leipzig nutzte jede dieser Möglichkeiten eiskalt. 28:27, 29:27, 30:27. Drei Tore Rückstand. Die Uhr tickte. Doch wer dachte, der DRHV würde jetzt aufgeben, kennt diese Jungs nicht! 30:28. Leipzig antwortete. 31:28. Noch zwei Minuten. 32:28. Fast schien die Partie entschieden. Doch dann kam sie noch einmal – diese letzte, verrückte DRHV-Hoffnung. 32:29. Noch einmal Ballbesitz. Noch einmal kämpfen. Noch einmal alles nach vorn. 32:30!
Plötzlich war sie wieder da, die Hoffnung auf das kleine Handballwunder. Leipzig wackelte, der DRHV warf alles hinein. Die letzten Sekunden liefen herunter. Doch die Zeit war erbarmungslos. Abpfiff. 32:30. Bitter. Richtig bitter. Denn unsere Jungs hatten Leipzig von Beginn an gefordert, waren nach Rückschlägen immer wieder zurückgekommen und hatten bis zur allerletzten Sekunde an ihre Chance geglaubt. Die zwei Punkte bleiben in Leipzig. Aber dieser Kampfgeist gehört uns. Kopf hoch, Jungs! Heute tut es weh. Morgen geht der Blick wieder nach vorn. Weiterarbeiten. Weiterkämpfen. Weiter DRHV!
Spieldaten
SC DHfK Leipzig vs. DRHV 06 32:30 (15:16)
DRHV 06: Fernando Enders (TW), Mattes Schneider (TW), Jan Trinks (TW) – William Wilke (8), Jan-Ole Trallo (8/1), Moritz Wagener (6), Luca Bösener (3), Oskar Thorben Heimberg (2), Anton Lerche (2), Alexander Lehmann (1), Diego Paul Heydenreich, Bennet-Arjen Meier, Philipp Olaf Müller
Schiedsrichter: Vincent Louis Lieske / Max Liebscher
Zeitstrafen: 2:8 Minuten
Siebenmeter: SC DHfK Leipzig 2/3 – DRHV 06 1/1






