
Mihkel Löpp fügte sich in seinen ersten Wochen beim DRHV gut ein und erzielte in drei Spielen beim Untermain-Cup insgesamt elf Tore. | Foto: Justus Heinrich
Die erste Woche mit Testspielen in der sechswöchigen Saisonvorbereitung liegt hinter dem Dessau-Roßlauer HV. Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur die Ergebnisse, sondern vor allem das Zusammenspiel und die Integration der Neuzugänge. Gegen starke Konkurrenz sammelten die Biber wertvolle Erkenntnisse für die kommenden Wochen.
Den Auftakt machte das Testspiel gegen Bundesligist ThSV Eisenach in der Suhler Wolfsgrube. Der DRHV präsentierte sich über weite Strecken auf Augenhöhe und lieferte dem Erstligisten einen engagierten Kampf. Am Ende musste sich das Team von Cheftrainer Vanja Radić zwar knapp mit 39:42 geschlagen geben, konnte aus dem gelungenen Auftritt jedoch viel Positives mitnehmen.
Im Anschluss reiste die Mannschaft direkt weiter ins Trainingslager nach Großwallstadt. Dort standen zunächst zwei intensive Trainingstage auf dem Programm. Neben Kraft- und Handballeinheiten legte das Trainerteam großen Wert auf das weitere Zusammenwachsen der Mannschaft. Ergänzt wurde das Trainingslager durch verschiedene Teambuilding-Maßnahmen sowie ein Seminar von Teamärztin Cindy Schödel.
Am Wochenende folgte schließlich die Teilnahme am Untermain Cup. Im ersten Gruppenspiel gegen die HSG Bieberau/Modau ließ der DRHV vor allem im Abschluss zu viele Möglichkeiten ungenutzt und musste sich mit 25:27 geschlagen geben. Da Bieberau/Modau im zweiten Gruppenspiel knapp gegen die HSG Hanau verlor, lebte die Chance auf den Finaleinzug weiter. Diese nutzten die Biber eindrucksvoll: Mit einer konzentrierten Defensivleistung und viel Tempo im Angriff setzte sich der DRHV deutlich mit 25:17 gegen den Drittligisten aus Hanau durch und zog erneut ins Finale ein.
Dort wartete am Sonntag mit Gastgeber TV Großwallstadt die Neuauflage des Endspiels aus dem Vorjahr. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase gelang es den Unterfranken, sich mit einem 5:0-Lauf im letzten Halbzeitdrittel entscheidend abzusetzen und sich bis zur Pause eine 22:18-Führung zu erspielen. Auch nach dem Seitenwechsel stemmte sich der DRHV mit großem Einsatz gegen die drohende Niederlage und kämpfte sich mehrfach heran. Letztlich gelang es jedoch nicht, den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Großwallstadt revanchierte sich für die Finalniederlage aus dem Vorjahr und gewann den Untermain Cup 2026 mit 39:35.
Cheftrainer Vanja Radić zog trotz der Finalniederlage ein positives Fazit der ersten intensiven Vorbereitungswoche: „Wir haben die Zeit gut genutzt und gegen starke Gegner gute Spiele absolviert. Dabei konnten wir vieles ausprobieren und testen, um uns in der neuen Konstellation möglichst schnell zu finden und einzuspielen. Im Vergleich zum Vorjahr hatten wir beim Turnier allerdings zusätzliche Probleme, da zwei Spieler angeschlagen in die Spiele gegangen sind. Dadurch konnten wir im Rückraum nicht so wechseln, wie wir es ursprünglich geplant hatten. Trotzdem hat das Team viele gute Ansätze gezeigt und wir nehmen insgesamt ein positives Gefühl aus dieser Woche mit.“
Untermain Cup 2026
DRHV 06 – HSG Bieberau/Modau 25:27 (12:15)
DRHV 06: Janik Patzwaldt, Willi Lücke – Yannick-Marcos Pust (6), Carl-Phillip Haake (6), Richard Grießhammer (4), Yannick Danneberg (3), Valentin Neagu (3), Niklas Döbbel (1), Tim Grüner (1), Mihkel Löpp (1), David Mišových, Marcel Nowak, Leon Ciudad Benitez, Leon Merten, Alen Hadzimuhamedovic
DRHV 06 – HSG Hanau 25:17 (12:9)
DRHV 06: Janik Patzwaldt, Willi Lücke – Alen Hadzimuhamedovic (6/2), Tim Grüner (5), David Mišových (4), Mihkel Löpp (4), Leon Ciudad Benitez (3), Niklas Döbbel (2), Leon Merten (1), Yannick-Marcos Pust, Richard Grießhammer, Yannick Danneberg, Marcel Nowak, Carl-Phillip Haake, Valentin Neagu
TV Großwallstadt – DRHV 06 39:35 (22:18)
DRHV 06: Janik Patzwaldt, Willi Lücke – Marcel Nowak (7), Mihkel Löpp (6), Alen Hadzimuhamedovic (5), Yannick Danneberg (3), Valentin Neagu (3), Niklas Döbbel (3), David Mišových (3), Leon Ciudad Benitez (2), Tim Grüner (1/1), Carl-Phillip Haake (1), Yannick-Marcos Pust (1), Richard Grießhammer, Leon Merten
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