
Was für ein Handball-Krimi in der Elbe-Rossel-Halle! Unsere B-Jugend hat am Samstag gegen die Füchse Berlin eine beeindruckende Leistungssteigerung gezeigt und dem Tabellenfavoriten über 50 Minuten alles abverlangt. Am Ende fehlten beim 32:34 (16:19) nur zwei Tore zum verdienten Punktgewinn.
Von Beginn an war zu spüren: Diese Mannschaft wollte zeigen, dass sie sich weiterentwickelt hat. Nach den bisherigen Erfahrungen in der Jugendbundesliga präsentierte sich Dessau-Roßlau deutlich selbstbewusster, mutiger und vor allem kämpferischer. Gegen die spielstarken Berliner blieb das Team immer in Schlagdistanz und ließ sich auch von Rückständen nicht abschütteln.
Die Füchse gingen zwar mit einer 19:16-Führung in die Pause, doch unsere Jungs hatten sich längst festgebissen. Anstatt den Kopf hängen zu lassen, kam Dessau mit noch mehr Energie aus der Kabine. Tor um Tor wurde der Rückstand verkürzt. Die Abwehr kämpfte um jeden Ball, vorne wurde mit viel Druck und Leidenschaft gespielt. Immer wieder gelang es, die Berliner vor Probleme zu stellen.
Und dann wurde es richtig spannend: In der Schlussphase war der Ausgang völlig offen. Dessau kämpfte bis zur letzten Sekunde und machte deutlich, dass die Mannschaft mittlerweile auch gegen einen starken Gegner über die gesamte Spielzeit mithalten kann. Am Ende behielten die Füchse Berlin mit 34:32 knapp die Oberhand. Doch das Ergebnis erzählt längst nicht die ganze Geschichte dieses Nachmittags.
Einen ganz besonderen Glanzpunkt setzte William „Willi“ Wilke. Mit unglaublichen 16 Treffern war er der überragende Torschütze auf Dessauer Seite und stellte die Berliner Abwehr immer wieder vor große Aufgaben. Willi übernahm Verantwortung, ging konsequent in die Aktionen und zeigte gerade in den engen Phasen, wie wichtig ein Spieler sein kann, der vorangeht. 16 Tore in einem Jugendbundesliga-Spiel – eine bärenstarke Leistung!
Doch so beeindruckend seine persönliche Ausbeute auch ist: Dieses Spiel war vor allem eine Leistung der gesamten Mannschaft. Was besonders Mut macht, ist die deutliche Entwicklung des gesamten Teams. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie sich von Spiel zu Spiel steigert, auch gegen einen Gegner wie die Füchse Berlin nicht zurückweicht und bereit ist, bis zum Schluss um jeden Ball und jedes Tor zu kämpfen.
32 eigene Treffer gegen die Füchse und am Ende nur zwei Tore Unterschied – das ist ein klares Zeichen dafür, dass unsere B-Jugend in der Jugendbundesliga angekommen ist und sich Schritt für Schritt weiterentwickelt. Die Punkte gehen zwar nach Berlin. Der Applaus aber gehört unseren Jungs. Für Einsatz. Für Leidenschaft. Für den Glauben an sich selbst. Und vor allem für eine Mannschaft, die niemals aufgibt.
Weiter so, Jungs! Genau diese Einstellung macht Lust auf mehr!
Spieldaten
DRHV 06 vs. Füchse Berlin Reinickendorf 32:34 (16:19)
DRHV 06: Fernando Enders (TW), Mattes Schneider (TW) – William Wilke (16), Jan-Ole Trallo (7/3), Moritz Wagener (5), Oskar Thorben Heimberg (2), Anton Lerche (1), Luca Bösener (1), Diego Paul Heydenreich, Bennet Thieme, Bennet-Arjen Meier, Alexander Lehmann
Schiedsrichter: Johannes Klafki / Maximilian Schmidt
Zeitstrafen: 6:2 Minuten
Siebenmeter: DRHV 06: 3/3 – Füchse Berlin Reinickendorf: 1/1






