
Marcel Nowak Mitteldeutsches Derby gegen den SC DHfK Leipzig Saison 2026/27. I Foto: Norman Gunkel
Leichte Entwarnung beim Dessau-Roßlauer HV: Kapitän Marcel Nowak hat sich beim Derbysieg gegen den SC DHfK Leipzig entgegen erster Befürchtungen nicht schwerer verletzt. Die medizinischen Untersuchungen ergaben eine schwere Prellung im unteren Rücken. Wie lange der 24-Jährige ausfallen wird, ist derzeit noch offen.
Nowak musste vier Minuten vor Spielende auf einer Trage vom Spielfeld gebracht werden. Anschließend wurde er zur weiteren Untersuchung ins Städtische Klinikum Dessau gebracht. Vorausgegangen war eine Aktion mit Leipzigs Kreisläufer Moritz Preuß, der Nowak bei einem Torwurf stieß. Dadurch verlor der DRHV-Kapitän in der Luft die Kontrolle und prallte auf den Hallenboden.
Vor dem Hintergrund der Szene regt DRHV-Geschäftsführer Sebastian Glock an, im Profihandball eine unabhängige und neutrale Kontrollinstanz einzuführen, die besonders gefährliche Spielsituationen nachträglich bewertet. „Ich halte es für sinnvoll, im Profihandball eine unabhängige und neutrale Kontrollinstanz zu etablieren, die Spielsituationen nachträglich überprüft, in denen eine Rote Karte ausgesprochen wurde und der betroffene Spieler eine Verletzung erlitten hat. Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, Schiedsrichterentscheidungen grundsätzlich infrage zu stellen oder Spieler nachträglich um jeden Preis zu bestrafen. Vielmehr stehen für mich der Schutz der Gesundheit unserer Spieler und die positive Weiterentwicklung des Handballsports im Vordergrund. Eine solche Instanz könnte dazu beitragen, besonders gefährliche Aktionen einheitlich und objektiv zu bewerten“, so Glock.
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